Glow up

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Glow Up ist ein kunstbasiertes Bildungsformat von spielart für Jugendliche in sensiblen Übergangsphasen. Es schafft Räume, in denen junge Menschen über künstlerische Prozesse, Körperwahrnehmung und gemeinsames Reflektieren Zugang zu ihren inneren Zuständen finden können.

Im Zentrum stehen Selbstwahrnehmung, emotionaler Ausdruck und Selbstwirksamkeit – jenseits von Leistungsdruck und Bewertung. Glow Up arbeitet prozesshaft, ressourcenorientiert und beziehungsbasiert und wird in unterschiedlichen Materialien und Settings umgesetzt, etwa mit Ton, theatralen Mitteln, Text oder beweglichen Objekten.

Das Format stärkt emotionale Bildung, Beziehungskompetenz und die Erfahrung, dass das eigene Erleben ernst genommen und gestaltbar ist.

Haltung & Ansatz

Glow Up verbindet kunstbasierte Methoden mit systemisch-lösungsorientierten und achtsamkeitsbasierten Zugängen. Die Arbeit ist traumasensibel, ressourcenorientiert und auf Beziehung ausgerichtet.

Zentrale Überzeugungen sind:

Gefühle sind Informationen – keine Defizite.
Wahrnehmung geht vor Bewertung.
Entwicklung entsteht in Beziehung und Resonanz.
Selbstwirksamkeit wächst dort, wo junge Menschen gestalten dürfen.

Glow Up arbeitet nicht mit Pathologisierung oder schnellen Antworten, sondern mit Offenheit, Zeit und ästhetischer Erfahrung.

Künstlerische Prozesse

Glow Up ist als modulares Format angelegt. Die konkreten Inhalte werden jeweils an Alter, Gruppe und Kontext angepasst. Entscheidend ist nicht das einzelne Material, sondern der zugrunde liegende Prozess.

In den bisherigen Erprobungen entstanden unterschiedliche künstlerische Zugänge.

Zielgruppen & Settings

Glow Up richtet sich insbesondere an:

  • Jugendliche der 7.–9. Klassen
  • Schulklassen mit erhöhtem Belastungserleben
  • Gruppen in Übergangs‑ und Suchphasen

Häuser aus Ton – Innenräume sichtbar machen
In einer Erprobung an der Schule Selhofen Kehrsatz gestalteten Jugendliche Häuser aus Ton als Bild ihres inneren Erlebens. Unterschiedliche Räume, Öffnungen und Übergänge machten emotionale Zustände sichtbar und ansprechbar. Der Fokus lag nicht auf Interpretation oder Bewertung, sondern auf Wahrnehmung, Ausdruck und Selbstbezug.

Ein Bild, das Im Haus, Wand, Whiteboard, Kunst enthält.Automatisch generierte Beschreibung
Ein Bild, das Geburtstagstorte, Essen, Nachspeise, Kinderkunst enthält.Automatisch generierte Beschreibung

Mobiles – Beziehung, Balance, Gemeinschaft
In einer Projektwoche an der Schule Schwabgut in Bern-West entwarfen und bauten Schüler*innen der 8. und 9. Klassen individuelle Mobiles aus ausgewählten Materialien. Die einzelnen Elemente stehen miteinander in Beziehung und halten gemeinsam eine fragile Balance. Diese Struktur wurde als Analogie für die Klassengemeinschaft als soziales System erfahrbar gemacht.

Ein Bild, das Person, Im Haus, Kleidung, Tisch enthält.Automatisch generierte Beschreibung